Save Your Un-terbunter #13

Ich hab geträumt…
…ich müsste 3 Tage lang in riesigen Töpfen für eine Horde von Metallern Essen kochen. Ich erinnere mich an panische Momente, in denen ich nicht wusste ob das Essen das ich koche rechtzeitig fertig wird, ob es für die 100 Leute reicht und ob es überhaupt schmeckt. Außerdem habe ich total geschwitzt, weil das Wetter draußen total heiß war und ich drinnen an den riesig großen Töpfen stehen musste, die auf riesig großen Gas-Kocher-Teilen standen, die an riesig großen, roten Gas-Flaschen angeschlossen waren.
Zwischendurch wurde in meinem Traum das Kochen immer wieder von Abenteuern unterbrochen. Zum Beispiel rannte ich mit einem Freund zu einer Metal-Veranstaltung, die meine Schwester organisiert hatte. Dort spielte eine Metal-Band, deren bärtiger, kleinäugiger Sänger wie verrückt auf der Bühne rumsprang und sehr krank und entzückend anzusehen war. Oder einmal saß ich mit einigen Freunden vor unserem AJZ vor einer Feuertonne und wir führten die wildesten Gespräche über Computer-Systeme (wobei ich „gefährliches Halbwissen“ von mir gab und die Informatik auf die Gesellschaftswissenschaft zu übertragen versuchte, womit ich einiges Gelächter erntete). Schließlich wurde mir das vor der Feuertonne alles zu verrückt und ich ging in das AJZ rein und legte mich auf eine Matratze und wollte schlafen. Doch plötzlich kam ein Freund zu mir gerannt und schrie: „Rohrbruch, Rohrbruch“. Ich sprang sofort auf und rannte die Treppe runter, wo aus dem Frauenklo eine riesige Fontaine schoss. Todesmutig nahm ich mir einen Lappen, stürzte mich in die Fluten und schaffte es die Fluten zumindest zu verlangsamen. Einige Freund_innen zerrten schließlich einen Wasserschlauch herbei, den wir über das kaputte Rohr stülpten und mit Gaffa verdichteten. Den Schlauch legten wir raus auf die Straße, damit nicht das ganze Wasser in den Keller läuft. Doch kaum hatten wir den Schlauch draußen hingelegt, kam ein völlig besoffener Typ vorbei, der den Schlauch nahm und alle damit nass spritzte, auch die vorbeifahrenden Autos. Inzwischen überlegte ich panisch, was man denn noch machen könnte, denn es lief immer noch eine ganze Menge in den Keller. Schließlich kamen wir auf die Idee, den Haupt-Hahn zuzudrehen. Doch als wir den gefunden hatten, ließ der sich drehen und drehen, aber das Wasser hörte nicht auf zu schießen. Also riefen wir die Feuerwehr. Die kam mit einigem Getöse und wir begrüßten sie grölend. Die Feuerwehrmänner guckten sich das ganz entspannt an und waren irgendwie verpennt. Irgendwie machten sie alle Gullideckel auf und guckten rein und wussten nicht so richtig, was sie machen sollten. Schließlich hatten sie den richtigen Gullideckel gefunden und wollten ihn öffnen. Doch der Feuerwehrmann stellte sich so dämlich an, dass er die Aufhebeltechnik des Gullideckels kaputt machte. Also rief die Feuerwehr die Wasserwirtschaft. Auf einmal kam der eine Feuerwehrmann auf die Idee in den Keller zu gucken. Er ging hinunter und drehte einfach den Haupt-Hahn zu. Vielen Dank. Die Feuerwehr fuhr wieder, obwohl wir sie eigentlich auf ein Bier einladen wollten und gab uns noch den Tip, dass unser Feuerlöscher eh nicht mehr funktioniert, weil kein Druck mehr drauf ist. Dann kam die Wasserwirtschaft. Die haute den Gulideckel kaputt und drehte mit einem komischen Dreh-Hebel drin rum und fuhr auch wieder. Da kamen wir auf die Idee mal auszuprobieren, ob der Feuerlöscher wirklich nicht funktioniert. Peng, war die ganze Straße vernebelt. Als der Nebel verzogen war, hatte der besoffene Typ das Gaffa genommen und damit die Straße abgesperrt. Ich wollte den Typen nach Hause schicken, da rastete sein Kumpel aus, der auf einmal auch da war und packte mich ziemlich heftig. Ich dachte schon, jetzt ist’s vorbei und machte micha uf das schlimmste gefass, doch da kam auf einmal ein dicker, großer Metaller und packte den Skinhead, zerrte ihn von mir weg und drückte ihn an die Wand, was mich sehr freute.
Dann wieder köcheln köcheln köcheln köcheln kochen. Auf einmal war ich in einem Zuschauersaal und auf einer riesigen Bühne spielte ein Orchester. Ich erinnere mich besonders an die Töne, die die Hörner von sich gaben. Neben mir saß eine Person, die ich sehr sehr mag, aber die Orchestermusi, versetzte mich in einen Zustand zwischen Traum und Wach-Sein, sodass ich absolut geflasht war. Ich erinnere mich an die Geigentöne, die mich total einlullten. Es war alles wie ein Strudel und auf einmal klatschten die Leute und das Orchester verbeugte sich. Das was für zwei Stunden angekündigt war, war mir vorgekommen wie eine viertel Stunde.
Dann wieder kochen kochen kochen köcheln. Beim nächsten Abenteuer spielte eine Band in unserem AJZ. Es war eine ziemlich krasse Noise-Rock-Band aus Norwegen, die aussahen wie hasserfüllte Teufel und die alles kaputt machten. Das gefiel mir und meinen Freund_innen ganz gut und deswegen schrien wir zum Applaus wie blöde rum. Hoch und laut. Als die Band fertig war, kreischten wir eine viertel Stunde lang übelst laut und krank rum, machten Tier-Geräusche und schrien und keiften wie am Spieß rum, bis wir unsere Kehlen fast ausspuckten. Da ging die Band endlich wieder auf die Bühne und spielte eine Zugabe, irgend ein Cover von einer Punkband. Nachdem Konzert sagte der Schlagzeuger zu mir, dass die Band noch nie in ihrem Leben eine Zugabe gespielt hatte. Unser Geschrei war so kränk…
[audio:http://www.thisismusicinc.com/arabrot/04%20%E5rabrot%20-%20rep.rep%20-%20fumble%20finger.mp3]
Dann wieder kochen kochen kochen köcheln. Das nächste Abenteuer könnte man auch nennen: „Jugend forscht“: Ich saß in der Sonne vor unserem AJZ und wollte eigentlich faulenzen und mich räkeln. Da kam ein Kumpel zu mir, der mich ziemlich aufdringlich fragte, ob ich mit ihm zusammen in einem Terrarium einen Ameisen-Staat aufbauen wolle. Ich erklärte ihm ziemlich unwirsch, dass ich mich für Ameisen eigentlich herzlich wenig interessiere, woraufhin er sich trollte. Kurze Zeit später kam er mit einem Holunder-Zweig wieder und zeigte mir, dass sich daran ganz viele größere und kleinere Blattläuse befestigt hatten. Außerdem waren da zwei Marienkäfer, die aufeinandersaßen. Der vordere Marienkäfer fraß ganz gemütlich die Blattläuse auf. Dann waren da auch Ameisen, die sich für die Marienkäfer herzlich wenig interessierten, dafür aber mit ihren Fühlern an den Hinterteilen von den Blattläusen kitzelten, woraufhin diese eine kleine glänzende Perle absonderten, die die Ameisen dann aufsaugten. Verrückt.
Das schlimme an der ganzen Sache ist, dass ich das alles nicht geträumt hab…

10 Kommentare zu „Save Your Un-terbunter #13“

  1. schildkröte sagt:

    kranke scheiße, errinert mich n bisschen an prattchet… die ralität ist immer noch die krankeste satire…

  2. Terry sagt:

    Ich fühle mich irgendwie verantwortlich… zumindest für einen kleinen Teil der Geschichte.
    *vorsichtig nach links und rechts schiel*
    Danke auf jeden Fall nochmal für’s Kochen! Ich hoffe das war mehr ein verrückt-schöner Traum als ein Alptraum. 😉

  3. peach sagt:

    mhm, … armer AE … werd dich dann wohl heute abend noch ein wenig bemittleiden :-*

  4. Kreischgnom sagt:

    Halloho Aergernis!
    Ich wollte auf dein kameradschaftlich gesrochenes Angebot zum „Haare frisiseren“ zurückkommen. Ich würde nächsten Freitag, am 30. mal bei euch vorbeischauen. Hättest du da Lust und Zeit, dich meiner anzunehmen?

  5. aergernis sagt:

    Klaro. Ich hab schon die Rasiermesser gewetzt…
    Sag mir aber vorher nochmal bescheid, damit ich es nicht vergesse…

  6. Kreischgnom sagt:

    Suuuuuuuuuuuuuuuper! Na dann!

  7. peach sagt:

    aber aergerniss vergiss ja nicht, was du freitag abend noch vor hast!!!!

  8. aergernis sagt:

    meine pepperoni-pflanze gießen?
    die weltherrschaft an mich reißen?
    einen neuen text ausdenken?
    meine neue hose enger nähen?
    hmm…

  9. peach sagt:

    DU BIST MEIN BARDIENST!!!

  10. Kreischgnom sagt:

    Nicht vergessen: Morgen nachmittag komme ich mit all meinen Haaren!!!