Gedanken zum Bildungsstreik
In Jena ist der Bildungsstreik nun an dem Punkt angekommen, an dem die Forderungen konkret werden sollen, was eigentlich bedeutet, dass der Protest sich in den Institutionen verliert und man sich von der Spontaneität und den Potentialen des Anfangs verabschiedet. Beginnt das Problem nicht schon an dem Punkt, wo man sich rechtfertigen und unbedingt integrierbare Gründe dafür vorweisen muss, dass man einen Hörsaal besetzt? Ich hingegen finde es schon ohne weiteres legitim einfach nur einen Raum zu haben, in dem man chillen kann, sich auch mal am Tag hinlegen kann ohne dass man sich schämen muss, einen Raum um gemütlich zu plaudern, nette Leute zu treffen und Musik zu hören. Dafür lohnt es sich auch weiterhin zu besetzen: Pflegt den Genuss und das Langschläfertum, die Schönheit und den Müßiggang! Universitäten zu Stätten der praktischen Genussforschung!

26. November 2009 um 20:06 Uhr
Dafür liebe ich dich: „Pflegt den Genuss und das Langschläfertum, die Schönheit und den Müßiggang!“ :-*
27. November 2009 um 00:22 Uhr
Ach, dafür kann ich dich auch mal wieder in meine Linkliste aufnehmen, mein liebes Aftershow…
27. November 2009 um 22:10 Uhr
So einen Raum gibt es doch schon. Du bezahlst dafür sogar Miete.
30. November 2009 um 02:22 Uhr
…nur, dass es dort ziemlich eng ist, dass die Stadtwerke gerade die Heizung abgestellt haben und dort bei weitem nicht so viele Zufälle untwerwegs sind. Auf meine private Wohnung möchte ich nicht verzichten – aber da geht doch noch mehr, oder?